So richtest du sichere TCP-Tunnel über Supremo ein

Mit TCP-Tunneling kannst du TCP-Verbindungen über eine aktive Supremo-Sitzung leiten.

Das bedeutet, dass du sicher auf Dienste zugreifen kannst, die auf einem Remote-Gerät laufen, ohne Firewall-Ports öffnen oder ein VPN einrichten zu müssen.

So aktivierst du TCP-Tunneling

Um TCP-Tunneling nutzen zu können, benötigt das Steuergerät eine Supremo Professional -Lizenz.

Auf dem Host-Gerät (dem Remote-Gerät) muss TCP-Tunneling aktiviert sein:

  1. Öffne Supremo auf dem Host-Gerät,
  2. Geh zu Extras,
  3. Öffne den Abschnitt Berechtigungen,
  4. Aktiviere die Option TCP-Tunneling,
  5. Klicke auf Speichern, um die Änderungen zu übernehmen.
Supremo-Einstellungen, in denen die Option zum Aktivieren von TCP-Tunneling auf dem Host-Gerät angezeigt wird

Sobald diese Funktion aktiviert ist, kann das Steuergerät bei der Verbindung zu diesem Host TCP-Tunneling nutzen.

So rufst du die TCP-Tunneling-Konfiguration auf

Nachdem du mit Supremo eine Verbindung zum Remote-Gerät hergestellt hast, öffne das Menü „Steuerung“ in der oberen Symbolleiste und wähle „TCP-Tunneling einrichten“ aus.

Das „Supremo Control“-Menü mit der Option „TCP-Tunneling einrichten“ während einer Remote-Sitzung

Das Konfigurationsfenster für TCP-Tunneling wird geöffnet.

Konfigurationsfenster für TCP-Tunneling mit den Einstellungen für Forward- und Reverse-Tunnel

Das Konfigurationsfenster besteht aus zwei Abschnitten: Forward-Tunnel und Reverse-Tunnel.

Jede Zeile enthält drei Felder: Lokaler Port, Remote-Port und Host. Ein Richtungspfeil zeigt an, in welche Richtung der Datenverkehr fließt.

Fülle die Felder aus, klicke auf Tunnel hinzufügen und dann auf Speichern.

Tunnel werden lokal gespeichert und in zukünftigen Sitzungen automatisch wiederhergestellt.

Jeder Port kann nur einmal verwendet werden. Wenn er bereits belegt ist, wird der Tunnel nicht erstellt.

Es wird empfohlen, einen lokalen Port zu verwenden, der sich vom Dienstport unterscheidet, um Konflikte zu vermeiden.

Vordertunnel

Mit einem Forward-Tunnel kannst du von deinem lokalen Rechner aus auf einen Dienst zugreifen, der auf dem Remote-Gerät läuft.

Stell den lokalen Port (den du auf deinem Rechner verwendest) und den Remote-Port (auf dem der Dienst auf dem Remote-Gerät läuft) ein und lass den Host auf „localhost“ stehen. Klick auf „Tunnel hinzufügen“ und dann auf „Speichern“.

Beispiel für einen Forward-Tunnel

Angenommen, du möchtest auf einen Webdienst zugreifen, der auf dem Remote-Rechner am Port 8080 läuft.

Konfiguriere den Tunnel wie folgt:

  • Lokaler Port: 9010
  • Remote-Port: 8080
  • Host: localhost

So nutzt du den Dienst:

  1. Öffne einen Browser auf deinem lokalen Rechner
  2. Weiter zu:

http://localhost:9010

Der Remote-Dienst wird über den Tunnel erreichbar sein.

Umgekehrter Tunnel

Über einen Reverse-Tunnel kann das Remote-Gerät auf einen Dienst zugreifen, der auf deinem lokalen Rechner läuft.

Konfiguriere ihn genauso wie einen Forward-Tunnel, allerdings im Abschnitt „Reverse-Tunnel“ des Konfigurationsfensters.

Unterstützte Betriebssysteme

Windows bietet volle Unterstützung: Sowohl Forward- als auch Reverse-Tunnel funktionieren in allen Konfigurationen.

macOS bietet nur teilweise Unterstützung: Der Forward-Tunnel ist nur verfügbar, wenn der Mac als Host fungiert, und der Reverse-Tunnel nur, wenn er als Control fungiert.

Android und iOS werden nicht unterstützt.

Fehlerbehebung

Wenn der Tunnel nicht funktioniert, überprüfe diese häufigen Ursachen:

  • Eine Firewall oder Sicherheitssoftware blockiert die Verbindung
  • TCP-Tunneling ist auf dem Host nicht aktiviert
  • Der Port wird bereits von einer anderen Anwendung genutzt
  • Der Dienst läuft nicht auf dem angegebenen Port